Häufige Fragen

Wie läuft die Ausbildung im Gartenbau ab?

Die Ausbildung findet im dualen System in anerkannten Ausbildungsbetrieben und in der Berufsschule statt. Es wird ein Ausbildungsvertrag zwischen Auszubildendem und Ausbildungsbetrieb geschlossen, der bei der zuständigen Stelle, der Landwirt­schafts­kammer Niedersachsen, eingetragen werden muss. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Es besteht die Möglichkeit als erstes Ausbil­dungsjahr den erfolgreichen Besuch einer Berufsfachschule aner­kennen zu lassen. Dazu muss ein gemeinsamer Antrag von Ausbilder und Aus­zubildenden gestellt werden. Die Regel ist aber eine dreijährige betriebliche Ausbildung. Während der Ausbildung legt der Auszubildende eine Zwischen­prüfung ab, die Ausbildung endet mit dem Bestehen der Abschluss­prüfung.

Kann ich die Ausbildung verkürzen?

Ja, bei erfolgreich abgeschlossener Berufsausbildung in einem anderen, anerkannten Ausbildungsberuf oder bei Vorliegen der Allgemeinen Hochschulreife oder des Fach­abiturs ist eine Verkürzung der Ausbildungszeit um ein Jahr auf insgesamt zwei Jahre möglich.

Welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen?

  • Spaß an der praktischen Arbeit, handwerkliches Geschick
  • Interesse an Natur und Umwelt
  • Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein
  • Teamfähigkeit
  • Technisches Verständnis
  • Freude an der Arbeit mit Pflanzen
  • Körperliche Fitness und Ausdauer
  • Bereitschaft zu saisonbedingten, unregelmäßigen Arbeitszeiten und Überstunden
  • Bereitschaft zur Arbeit an Wochenenden
  • Flexibilität, da die Arbeit nicht immer planbar ist
  • einen soliden Hauptschulabschluss mit guten Noten in den Naturwissenschaften, etc.

Wo, wann, wie häufig ist Berufsschulunterricht?

Der Besuch der Berufsschule findet entweder ein- oder zweimal wöchentlich statt oder in Form von Blockunterricht. Dies ist fachrichtungsabhängig. Zusätzlich finden überbetriebliche Ausbildungen statt, deren Besuch vorgeschrieben ist.
Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr findet einmal in der Woche acht Stunden Unterricht statt, im ersten Ausbildungsjahr, bei betrieblicher Ausbildung, an zwei Tagen in der Woche. Die Ausnahme bildet die Fachrichtung Friedhofsgärtnerei, hier findet der Berufsschulunterricht in Blockform in Hannover-Ahlem statt.

Welche Fördermöglichkeiten für die Ausbildung gibt es?

Die einzelnen Fördermöglichkeiten sind sehr unterschiedlich und abhängig von der Person des Auszubildenden und dem Ausbildungsbetrieb. Einige Ausbildungs­betriebe ermöglichen die Teilnahme an speziellen Weiterbildungsmöglichkeiten oder arbeiten in Ausbildungsverbünden zusammen.

Nähere Informationen zu finanziellen Fördermöglichkeiten, z. B. Berufsausbildungs-
bei­hilfe, oder zu Fördermöglichkeiten, wenn das erfolgreiche Bestehen der Abschluss­prüfung gefährdet ist, z. B. ausbildungsbegleitende Hilfen, geben die Arbeitsverwal­tungen.

Wie sehen die Arbeitszeiten aus?

Die Arbeitszeiten sind saisonal unterschiedlich, da die Berufe von der Witterung, der Kultur, der Absatzform usw. ab­hängig sind. Überstunden sind in der Saison vorprogrammiert, können aber in arbeitsärmeren Zeiten ausgeglichen werden.

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Die Ausbildungsvergütungen sind vergleichbar mit Aus­bildungs­vergütungen, die im Handwerk gezahlt werden.
Dies sind die aktuellen Merkblätter zur Vergütung, Arbeitszeit und Urlaub im Garten- und Landschaftsbau und im Produktionsgartenbau.

Wo kann ich hinterher arbeiten? Welche potentiellen Arbeitgeber gibt es?

  •  in Gartenbaubetrieben mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Baumschulen, Fried­hofsgärtnerei,  Garten- und Land­schaftsbau, Gemüsebau, Staudengärtnerei, Obstbau und Zierpflanzenbau
  • in Verkaufsgärtnereien, Gartencentern
  • im öffentlichen Dienst (Verwaltung, Forschung ….)

Welche Fortbildungsmöglichkeiten gibt es?

Es gibt die Möglichkeit, Fachschulen im Gartenbau zu besuchen und die Meisterprüfung abzulegen und sich für leitende Aufgaben in Be­trieben zu qualifizieren. Ebenfalls gibt es eine Fortbildung zum Fachagrarwirt – Baumpflege- und sanierung. Ein fachbezogenes Studium kann auch angeschlossen werden.

Wie finde ich eine Ausbildungsstelle?

Im Internet gibt es eine Ausbildungs­landkarte. Dort kann man den gewünschten Beruf und die Region anklicken, in der man die Aus­bildung machen möchte und bekommt die anerkannten Ausbildungs­betriebe angezeigt. Die Adresse der zuständigen Ausbildungsberater/innen, die bei der Suche nach einem freien Ausbildungsplatz gerne weiterhelfen sind an der Stelle zu finden. Freie Ausbildungsplätze findet man auch durch (regionale) Ausbildungsplatzbörsen und unter Agrarjobboerse. Ebenso ist die Arbeitsverwaltung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz gerne behilflich.