Auf beruflicher Erkundungstour in der Steiermark

Mit Erasmus+ ins Ausland: Hauswirtschaftliche Praktikantinnen aus Niedersachsen zu Gast in Österreich

Großwilfersdorf/Oldenburg – Wertvolle Berufs- und Auslandserfahrungen haben vier Hauswirtschafterinnen aus Niedersachsen Anfang Oktober während eines Praktikums im österreichischen Bundesland Steiermark gesammelt. Ermöglicht haben ihnen das die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und das EU-Förderprogramm Erasmus+. „Die Gastbetriebe haben uns viel Vertrauen entgegengebracht“, betonte Johanna Stuhlmacher, Fachschülerin der Albrecht-Thaer-Schule in Celle. „Wir durften eigenständig arbeiten, waren überall dabei und hatten viel Spaß miteinander“, ergänzte sie strahlend.

Bereits im Sommer hatten acht hauswirtschaftliche Praktikantinnen aus Niedersachsen die Vielfältigkeit der Agrar- und Hauswirtschaft im Nachbarland kennengelernt. Die Betriebe bieten von Urlaub auf dem Bauernhof über Direktvermarktung, Schulgroßküchen mit Kantinenbetrieb, Gärtnereien bis hin zu Winzern eine breite Palette zum Hospitieren an. Zwar ist die Brückensprache Deutsch, doch die regionale Mundart Steirisch stellte eine Herausforderung für alle Beteiligten in der täglichen Verständigung dar. Martina Teller-Pichler, Lehrerin an der Berufsschule für Gartenbau in Großwilfersdorf (Südoststeiermark), gab dazu schmunzelnd folgende Anekdote zum Besten: „Die Wirtschaftsleiterin verlangt von unserer Praktikantin den Schöpfer. Diese entgegnete, dass sie Gott nicht herholen könne. Gemeint war jedoch eine Schaumkelle.“

Jetzt im Herbst machten sich die deutschen Praktikantinnen mit dem Projekt Green Care Farming vertraut. Als eine Form der Diversifizierung bieten steirische Bauernhöfe soziale Dienstleistungen an. So gibt es beispielsweise auf einem traditionellen Ferienhof auch zusätzlich Urlaubsangebote für Menschen mit Behinderungen, die ein Rundum-sorglos-Paket mit Versorgung, Betreuung und Pflege enthalten.

Die Praktika bringen einen Hauch von Internationalität in die Aus- und Fortbildung. Land und Leute kennenlernen, andere Kulturen und Traditionen erfahren, sprachliche, fachliche und soziale Kompetenzen erweitern: Das sind die Ziele der Auslandsaufenthalte. Auch die entsendenden und aufnehmenden Ausbildungsbetriebe sowie die späteren potenziellen Arbeitgeber profitieren von den Erfahrungen der jungen Menschen.

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen bietet als Projektträgerin im Zuge des Förderprogramms Erasmus+ in 2019 weitere Auslandspraktika an. Die Partnerschaften mit österreichischen Betrieben werden fortgesetzt. Auch Spanien und Island sind als Zielregionen im Programm. Wer weitere Informationen dazu erhalten möchte, kann sich gerne an Dr. Dietrich Landmann wenden.

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Anke Evers
Fachbereich Aus- und Fortbildung, Landjugend

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Dr. Dietrich Landmann
Bildungsbeauftragter national / international

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Northeim

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