Mein Ausbildungsalltag - Fachkraft Agrarservice

Unter der Rubrik „Mein Ausbildungsalltag“ wollen wir euch die Möglichkeit geben, in den Alltag der Ausbildung zu schnuppern. Hierfür begleiten wir Meinart während seiner Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice.  

Der Auszubildende:

Meinart v.M. stammt gebürtig aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg. Hier hat er sein Abitur gemacht und seinem Vater in der Forstwirtschaft geholfen. Landwirtschaftliche Vorkenntnisse bringt der 19-jährige jedoch nicht mit. Er wollte gezielt etwas Neues lernen. „Die Landwirtschaft und vor allem das Arbeiten mit Maschinen faszinieren mich“ erklärt er bezogen auf die Frage, warum er diesen Ausbildungsberuf gewählt hat. Zudem war ihm wichtig, dass er auf eigenen Beinen steht. Somit hat Meinart die Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice im Norden begonnen. Die Wohngemeinschaft, in der er zusammen mit anderen Auszubildenden lebt, befindet sich unweit seines Ausbildungsbetriebs. Für den Ausbildungsbetrieb von Herrn Gieschen hat sich der Auszubildende entschieden, da ihm der Maschinenfuhrpark am meisten zugesagt hat.

Der Ausbildungsbetrieb:

Das landwirtschaftliche Lohnunternehmen Gieschen liegt in der Ortschaft Quelkhorn in der Nähe von Verden. 1990 übernahm D. Gieschen den Ackerbaubetrieb seiner Eltern und gründete 1997 das Lohnunternehmen Gieschen. Heute beschäftigt der Betrieb 18 Angestellte und 5 Auszubildende. Seine Dienstleistungen bietet das Unternehmen im gesamten Norddeutschen Raum an. Der Schwerpunkt liegt dabei in den Landkreisen Verden, Osterholz, Rotenburg/Wümme, Cuxhaven, Diepholz und in Bremen.

Zu den Dienstleistungen des Unternehmens zählen:

  • Grasernte, mähen, kreiseln, schwaden, häckseln und Silowagen
  • Mais häckseln
  • Getreide, Raps und Maisdrusch
  • Rund- und Packenballen für Silo, Heu und Stroh
  • Silo walzen für Gras und Mais
  • Maislegen
  • Pflügen
  • Düngen/Spritzen
  • Mist ausbringen, Kalk, HTK und Klärschlamm
  • Gülleausbringung
  • Stoppelbearbeitung
  • Feldbestellung
  • Transporte, z. B. Futterbeschaffung etc.

Weitere Informationen zum Lohnunternehmen Gieschen findest du auf www.jacobs-hof.de.

Der Tagesablauf von Meinart:

Der Tagesablauf der Fachkräfte Agrarservice lässt sich über das Jahr gesehen nicht in ein Schema zwängen. Die Arbeitszeiten variieren je nach Saison und Wetter. Von April bis Oktober ist Saison. In dieser Zeit wird auch mal über acht Stunden gearbeitet und es fallen Wochenenddienste an. Im Winter und bei schlechtem Wetter werden die Überstunden dann ausgeglichen.

 

Der Tagesablauf von Meinart im Winter
Uhrzeit Tätigkeit
8.00h Arbeitsbeginn, Absprache des Tagesverlaufs, Maschinen vorbereiten
10.30h – 11.00h Frühstück
11.00h – 12.30h Anfallende Arbeiten erledigen ( Maschinen reparieren/warten)
Ca. 12.30h – 13.00h

Mittagessen im Team (im Sommer oft mit auf den Höfen der Kunden)

13.00h – 15.00h bzw. 16.30h Anfallende Arbeiten erledigen (Maschinen reparieren/warten)
15.00h bzw. 16.30h Feierabend

Ausbildungsalltag - Sämaschine warten und reparieren

Da die Saison für die Fachkräfte Agrarservice bald wieder beginnt warten, pflegen und reparieren sie in den Wintermonaten die Maschinen. Um im März /April für die Kunden drillen zu können, kümmert sich Meinart beispielsweise mit um die Sämaschine. Gearbeitet wird im Team.

Schare austauschen

Da die Schare aus dem letzten Jahr verschlissen sind, werden sie von Meinart und einem Gesellen ausgetauscht.

Die Schare sind mit Hilfe eines Bolzens in einer Halterung an der Maschine fixiert. Der Splint wiederum verhindert, dass der Bolzen sich lösen kann. Folglich löst Meinart zuerst den Splint um den Bolzen entfernen zu können und so das Schar abzumontieren. Teilweise sitzen die Schare und Bolzen aufgrund des Sandes in den Zwischenräumen ziemlich fest und müssen mit einem Hammer gelöst werden. Damit der neue Bolzen problemlos platziert werden kann, wird der Sand entfernt. Nun muss Meinart darauf achten, dass er die neuen Schare richtig einsetzt, also die Schnittkante auf der richtigen Seite liegt. Letztendlich wird das Schar wieder mit dem Bolzen fixiert und der Splint eingesetzt.

 

 

Luftschlauch auswechseln

Da der Luftschlauch der pneumatischen Drillmaschine defekt war, tauscht Meinart diesen aus.

Dafür löst er die Schellen, die die beiden Schlauchenden an der Maschine fixieren und entfernt den alten Schlauch. Der neue Schlauch lässt sich jedoch nur mühsam über die Verbindungsstelle zur Maschine stülpen. Nach Rücksprache mit den Gesellen erwärmt Meinart die Schlauchenden mit Hilfe eines Heißluftföns um sie zu dehnen. Darauf kann der 19-jährige den Schlauch einfacher befestigen und die Schellen wieder festziehen

Verkehrstüchtigkeit prüfen

Um zu prüfen, ob die Maschine nach wie vor ohne Bedenken am Straßenverkehr teilnehmen kann wird die Lichtanlage überprüft. Funktionieren die Blinker? Die Bremslichter? Die Rückleuchten?

Zuguterletzt montiert Meinart zusammen mit einem weiteren Auszubildenden die Warnbleche. Hierfür müssen sie Löcher in die Bleche bohren, um sie an der Halterung festschrauben zu können.

 

Kontakt

Lisa Arndt
Aus- und Fortbildung, Landjugend, Öffentlichkeitsarbeit Berufsbildung

Geschäftsbereich Landwirtschaft
Oldenburg

Telefon: 0441 801-478
Telefax: 0441 801-204
E-Mail: