Häufige Fragen

Kann ich die Ausbildung verkürzen?

Ja, bei erfolgreich abgeschlossener Berufsausbildung in einem anderen, anerkannten Ausbildungsberuf oder bei Vorliegen der Allgemeinen Hochschulreife oder des Fach­abiturs ist eine Verkürzung der Ausbildungszeit um ein Jahr auf insgesamt zwei Jahre möglich. Bei sehr guten bis guten Zensuren in der Zwischenprüfung und in der Berufs­schule kann die Ausbildung nach Absprache mit dem Ausbildungsbetrieb um ein halbes Jahr verkürzt werden. Dazu muss ein Antrag bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen gestellt werden.

Welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen?

  • Freude an der Arbeit mit Tieren
  • Spaß an der praktischen Arbeit, handwerkliches Geschick
  • Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein
  • Teamfähigkeit
  • Technisches Verständnis
  • Körperliche Fitness und Ausdauer
  • Bereitschaft zur Arbeit an Wochenenden und betriebsbedingten Überstunden
  • Flexibilität, da die Arbeit nicht immer planbar ist
  • einen soliden Hauptschulabschluss mit guten Noten in den Naturwissenschaften, Mathematik etc.

Wo, wann, wie häufig ist Berufsschulunterricht?

Der Besuch der Berufsschule findet entweder ein- oder zweimal wöchentlich oder in Blockform statt. Der Berufsschulunterricht findet je nach Schwerpunkt einmal in der Woche oder in Blockform statt.

Schwein: Wittenberg (Blockunterricht)
Geflügel: Halle (Blockunterricht)
Imker: Bieneninstitut Celle (Blockunterricht)
Schaf: Halle (Blockunterricht)
Rind: Wittenberg (Blockunterricht)

Ist der Besuch einer Berufsfachschule vor Beginn der betrieblichen Ausbildung notwendig?

Nein, die Ausbildung kann auch im ersten Ausbildungsjahr in einem anerkannten Aus­bildungsbetrieb beginnen. Wird die Berufsfachschule besucht, kann sie bei erfolgrei­chem Bestehen als erstes Ausbildungsjahr nach Absprache mit dem Ausbilder angerechnet werden.

Welche Fördermöglichkeiten für die Ausbildung gibt es?

Die einzelnen Fördermöglichkeiten sind sehr unterschiedlich und abhängig von der Person des Auszubildenden und dem Ausbildungsbetrieb. Einige Ausbildungs­betriebe ermöglichen die Teilnahme an speziellen Weiterbildungsmöglichkeiten oder arbeiten in Ausbildungsverbünden zusammen.
Nähere Informationen zu finanziellen Fördermöglichkeiten, z. B. Berufsausbildungsbei­hilfe, oder zu Fördermöglichkeiten, wenn das erfolgreiche Bestehen der Abschluss­prüfung gefährdet ist, z. B. ausbildungsbegleitende Hilfen, geben die Arbeitsverwal­tungen.

Wie sehen die Arbeitszeiten aus?

Die Arbeitszeiten mit Tieren erfordert die Bereitschaft zu Überstunden. Bedingt durch die Tierhaltung fallen regelmäßig Wochenenddienste an.

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Die Ausbildungsvergütungen sind vergleichbar mit Aus­bildungs­vergütungen, die im Handwerk gezahlt werden. In einigen der „grünen“ Berufe werden Auszubildende im Ausbildungs­betrieb mit verpflegt bzw. haben dort eine Unterkunft. Für die in Anspruch genom­mene Verpflegung und Unterkunft werden vorgegebene Sätze von der Ausbildungs­vergütung abgezogen.
Die aktuellen Merkblätter zur Vergütung, Arbeitszeit und Urlaub in den Agrarberufen sowie in der Hauswirtschaft finden sie im Downloadcenter unter der Rubrik Ausbildungsvertrag.

Wo kann ich hinterher arbeiten? Welche potentiellen Arbeitgeber gibt es?

Agrarbereich:

  • größere, landwirtschaftliche und andere Betriebe mit Tierhaltung
  • im vor- und nachgelagerten Bereichen z. B. bei Genossenschaften, Viehhandelsunternehmen, Zucht­verbänden usw.

Welche Fortbildungsmöglichkeiten gibt es?

Es gibt die Möglichkeit, eine Meisterfortbildung zu besuchen und die Meisterprüfung abzulegen. Zusätzlich gibt es ein- oder zweijährige Fach­schulen für die jeweiligen Berufe, durch deren Besuch man  sich für leitende Aufgaben in Be­trieben fortbildet. Ein fachbezogenes Studium kann angeschlossen werden. Für die Agrarberufe gibt es zusätzlich mehrere Regelungen, die Fort- und Weiterbildungen in unterschiedlichen Schwerpunkten ermöglichen.

Wie finde ich eine Ausbildungsstelle?

Im Internet unter gibt es eine Ausbildungs­landkarte. Dort kann man den gewünschten Beruf und die Region anklicken, in der man die Aus­bildung machen möchte und bekommt die anerkannten Ausbildungs­betriebe angezeigt. Die Adresse der zuständigen Ausbildungsberater/innen, die bei der Suche nach einem freien Ausbildungsplatz gerne weiterhelfen sind an der Stelle zu finden. Freie Ausbildungsplätze findet man auch durch (regionale) Ausbildungsplatzbörsen und unter Agrarjobboerse. Ebenso ist die Arbeitsverwaltung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz gerne behilflich.