Häufige Fragen

Wie läuft die Ausbildung als Fischwirt/in ab?

Die Ausbildung findet im dualen System auf anerkannten Ausbildungsbetrieben und in der Berufsschule statt. Es wird ein Ausbildungsvertrag zwischen Auszubildendem und Ausbildungsbetrieb geschlossen, der bei der zuständigen Stelle, der Landwirt­schafts­kammer Niedersachsen, eingetragen werden muss. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Während der Ausbildung legt der Auszubildende eine Zwischen­prüfung ab, die Ausbildung endet mit dem Bestehen der Abschluss­prüfung.
Als Fischwirt/in kann man in einer der drei Fachrichtungen ausgebildet werden:

  • Kleine Hochsee- und Küstenfischerei
  • Seen- und Flussfischerei
  • Fischhaltung- und Fischzucht

Kann ich die Ausbildung verkürzen?

Ja, bei erfolgreich abgeschlossener Berufsausbildung in einem anderen, anerkannten Ausbildungsberuf oder bei Vorliegen der Allgemeinen Hochschulreife oder des Fach­abiturs ist eine Verkürzung der Ausbildungszeit um ein Jahr auf insgesamt zwei Jahre möglich. Bei sehr guten bis guten Zensuren in der Zwischenprüfung und in der Berufs­schule kann die Ausbildung um ein halbes Jahr verkürzt werden.

Welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen?

  • Spaß an der praktischen Arbeit, handwerkliches Geschick
  • Interesse an Natur und Umwelt
  • Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein
  • Teamfähigkeit
  • Technisches Verständnis
  • Körperliche Fitness und Ausdauer
  • Bereitschaft zu saisonbedingten, unregelmäßigen Arbeitszeiten und Überstunden
  • Flexibilität, da die Arbeit nicht immer planbar ist
  • ein solider Haupt- oder Realschulabschluss mit guten Noten in den Naturwissenschaften, Mathematik etc. erleichtert die Berufsausbildung

Wo, wann, wie häufig ist Berufsschulunterricht?

Der Besuch der Berufsschule findet in Form von Blockunterricht statt.

  • Kleine Hochsee- und Küstenfischerei: Rendsburg (Unterbringung in der Deula)
  • Seen- und Flussfischerei: Hannover-Ahlem
  • Fischhaltung und Fischzucht: Hannover-Ahlem

Welche Fördermöglichkeiten für die Ausbildung gibt es?

Die einzelnen Fördermöglichkeiten sind sehr unterschiedlich und abhängig von der Person des Auszubildenden und dem Ausbildungsbetrieb. Einige Ausbildungs­betriebe ermöglichen die Teilnahme an speziellen Weiterbildungsmöglichkeiten oder arbeiten in Ausbildungsverbünden zusammen.

Nähere Informationen zu finanziellen Fördermöglichkeiten, z. B. Berufsausbildungsbei­hilfe, oder zu Fördermöglichkeiten, wenn das erfolgreiche Bestehen der Abschluss­prüfung gefährdet ist, z. B. ausbildungsbegleitende Hilfen, geben die Arbeitsverwal­tungen.

Wie sehen die Arbeitszeiten aus?

Die Arbeitszeiten sind saisonal unterschiedlich, da die Arbeit von der Witterung und der Jahreszeit ab­hängig sind. Überstunden sind in der Saison vorprogrammiert, können aber in arbeitsärmeren Zeiten ausgeglichen werden.

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Die Ausbildungsvergütungen sind vergleichbar mit Aus­bildungs­vergütungen, die im Handwerk gezahlt werden. Die aktuellen Merkblätter zur Vergütung, Arbeitszeit und Urlaub in den Agrarberufen sowie in der Hauswirtschaft finden sie im Downloadcenter unter der Rubrik Ausbildungsvertrag.

Wo kann ich hinterher arbeiten? Welche potentiellen Arbeitgeber gibt es?

Potentielle Arbeitgeber sind Fischereibetriebe. Die größere Anzahl an Fischereibetrieben ist in Süddeutschland zu finden.

Welche Fortbildungsmöglichkeiten gibt es?

Es gibt die Möglichkeit, eine Meisterfortbildung zu besuchen und die Meisterprüfung abzulegen. Ein fachbezogenes Studium im Agrar- oder Veterinärbereich oder in der Meeresbiologie kann angeschlossen werden.

Wie finde ich eine Ausbildungsstelle?

Im Internet gibt es eine Ausbildungs­landkarte. Dort kann man den gewünschten Beruf und die Region anklicken, in der man die Aus­bildung machen möchte und bekommt die anerkannten Ausbildungs­betriebe angezeigt. Die Adressen der zuständigen Ausbildungsberater/innen, die bei der Suche nach einem freien Ausbildungsplatz gerne weiterhelfen, sind an der Stelle zu finden. Freie Ausbildungsplätze findet man auch durch (regionale) Ausbildungsplatzbörsen und in der Agrarjobbörse. Ebenso ist die Arbeitsverwaltung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz gerne behilflich.